Kehlchakra

Liebe Yoga-Freunde: innen,
im Yoga machen wir immer wieder Übungen und Meditationen zur Aktivierung des Kehlchakras, unserem Zentrum für Kommunikation und Transformation, durch das wir uns ausdrücken und uns in der Welt zeigen.
Die indische Therapeutin Dikshita Anshan meint in einem Vortrag dazu:
„Sobald dein Vishuddhi- oder Kehlchakra aktiviert ist, sind deine Worte mehr als Worte: Sie werden zu Klang, Kraft und schöpferischer Energie. In der vedischen Tradition gilt Sprache als heilig, denn die Schöpfung beginnt mit Nada, dem Urklang.
Vak, die göttliche Sprache, trägt diese schöpferische Kraft. Im Rigveda heißt es im Vak Sukta: „Aham Rashtrai Sanghamani Vasu“ – „Ich bin die souveräne Königin, die Sammlerin aller Schätze.“ Das ist Vak Shakti, die Kraft der heiligen Sprache, die im Vishuddhi verankert ist.
Wenn sich das Kehlchakra öffnet, werden deine Worte kraftvoller, weil sie stärker mit deinem Bewusstsein verbunden sind. Doch mit dieser Kraft kommt auch Verantwortung. Sprich nicht aus Wut oder Angst. Verfluche dein Leben nicht durch unbedachte Worte. Jedes Wort trägt eine Schwingung – und kann etwas in Bewegung setzen. Sprich deshalb nichts aus, was du nicht in deinem Leben verwirklichen möchtest. Streite nicht, wenn du getriggert bist. Eine verletzte Zunge spricht selten aus der Wahrheit, sondern aus der eigenen Verletzung heraus.
Die Brihadaranyaka Upanishad sagt: „Mano eva Brahma“ – „Der Geist ist Brahman.“ Deine Sprache ist der Ausdruck dessen, was in deinem Geist lebt. Deshalb steht Saraswati, die Göttin der Sprache und des heiligen Klangs, für eine Rede, die aus Wahrheit und Bewusstheit entsteht. Sei deshalb achtsam, wem du deine Worte schenkst und welche Worte du an dich heranlässt. Umgib dich mit Menschen, die ebenfalls nach Wahrheit, innerem Wachstum und sich selbst suchen. Sei dabei konsequent – mit dir und mit anderen. Denn jedes Wort ist ein kleiner Akt der Schöpfung. Und mit Schöpfung sollte man nicht leichtfertig umgehen. Sprich nur aus, was deiner Wahrheit entspricht und was du wirklich in die Welt bringen möchtest.
Und wenn du nichts Wahres, Freundliches oder Notwendiges zu sagen hast, kann das Mächtigste sein, was Vishuddhi dir schenkt: Schweigen.“
Vor allem Letzteres sollten wir uns zu Herzen nehmen!

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