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Noch ein paar Gedanken zum Chanten

Wenn wir keine Praxis ausüben, merken wir nicht, wie abwesend wir die meiste Zeit sind. Wir schweben völlig unbewusst durch unsere Tagträume, automatisch, reagierend, getrieben von unseren Gedanken und Emotionen. Wenn wir anfangen, eine Praxis zu entwickeln, werden wir auch sehen, wie wir unsere Zeit verschwenden. Selbst wenn uns beim Chanten unsere Gedanken davon tragen und viele Erinnerungen, Fantasien und Eindrücke beständig auftauchen, können wir immer zur Wiederholung des NAMENS zurückkehren. Und immer, wenn wir zurückkehren, überwinden wir die alten Gewohnheiten unseres Geistes, nach außen zu fliegen. Deswegen kommt es nicht darauf an, wie oft wir entschwinden, sondern wie oft wir zurückkehren. Durch die Praxis des beständigen Wiederholen des NAMENS lernt ein Teil von uns, wie es sich anfühlt, jenes loszulassen, das uns ablenkt. Wenn dann im Lauf der Zeit schwierige Erfahrungen auftauchen, verfügen wir über ein wirksames Mittel präsenter zu sein und kompetenter mit der Situation umzugehen. Wir sind fähig, die destruktiven Gewohnheiten und Gedanken loszulassen, welche die Situation überwältigend oder gar unlösbar erscheinen lassen. Wenn wir in die Präsenz der LIEBE kommen, können wir gar nicht schnell genug loslassen. Dann gibt es nämlich nichts mehr, was wir wollen, und wir erleben, wie festgefahren wir sind. Und dieses Loslassen müssen wir in kleinen Schritten üben, jeden Tag ein bisschen.


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