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Shiva Nataraja

  • Yasemin
  • vor 20 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Shiva Nataraja, der kosmische Tänzer, verkörpert im hinduistischen Denken die zyklischen Prozesse von Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung des Universums und gilt zugleich als Gott des Yoga. Dargestellt wird er vierarmig innerhalb eines Flammenkreises, der sowohl die dynamische Energie des Göttlichen als auch die Begrenzung des Kosmos symbolisiert.                                                                                                                                                               


Sein erhobenes linkes Bein verweist auf Befreiung, während sein rechter Fuß den Zwergdämon Apasmara niederhält, der für Unwissenheit steht. In seiner linken Hand trägt er das Feuer als Symbol von Transformation, in der rechten den „Damaru“, eine Klappertrommel, die als Impulsgeber der Schöpfung interpretiert wird.                                                         


In Analogie zur modernen Kosmologie, die den Ursprung des Universums auf eine fundamentale Schwingung zurückführt, verweist das Konzept des „Naad“ im Sanskrit auf eine ursprüngliche Vibration. Der Damaru symbolisiert somit den Beginn von Bewegung und Manifestation als gerichtete, schöpferische Energie (Shakti).                                         


Die Form der Trommel erinnert an das Unendlichkeitssymbol und lässt sich mit rhythmischen Prozessen wie dem Herzschlag vergleichen. In dieser Perspektive erscheinen Vibration, Frequenz und Rhythmus als grundlegende Prinzipien, die das Individuum mit dem Kosmos verbinden. Der Tanz Natarajas steht damit für die fortwährende Dynamik des Universums.                                                                                                                                                                          


Und so tanzt Shiva weiter – jenseits von Anfang und Ende.        



                                

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